Tiere willkommen heißen
Wenn reife Feigen vom Baum fallen, sind sie für allerlei Lebewesen ein willkommener Snack. Nagetiere, Insekten und andere kleine Tiere wimmeln davon, und diese wiederum stehen ganz oben auf dem Speiseplan mancher Schlangenarten. So wird der Feigenbaum zu einem richtigen Hotspot für den tierischen Besuch.
Die Umgebung um den Baum bietet den Schlangen nämlich genau das, was sie mögen: Am Fuß des Baumes sorgt die Feuchtigkeit und der Schatten der großen Blätter für angenehme Temperaturen. Besonders reizvoll wird der Ort, wenn der Baum neben dichten Hecken, Steinmauern oder anderen natürlichen Verstecken steht.
Wie Schlangen ticken
Schlangen sind meist scheu und lebhaft nachts unterwegs. Sie halten sich lieber an ruhigen Plätzen fern von Menschen. Genau das findet sich beim Feigenbaum – ein stiller Rückzugsort, weit weg vom Trubel. Auch wenn man einer Schlange nicht unbedingt begegnet, begünstigen die Bedingungen rund um den Baum einen solchen Besuch.
Im Sommer und frühen Herbst, wenn die Früchte reichlich vorhanden sind und der Boden feucht bleibt, steigt die Chance, dass man auf eine Schlange trifft.
Den Garten absichern
Wer ungebetene Gäste vermeiden möchte, sollte ein paar Dinge beachten. Der Standort des Feigenbaums ist dabei entscheidend: Am besten pflanzt man ihn in einer offenen Zone, fern von trockenen Mauern, Schuppen oder dicht stehenden Hecken. Direkte Sonneneinstrahlung und gute Übersicht wirken auf Schlangen eher abschreckend.
Auch eine regelmäßige Pflege des Baumes hilft: Durch das Zurückschneiden der unteren Äste bleibt der Bereich trockener und es entsteht weniger Schatten. Ein gepflegter Baum wirft zudem weniger Früchte auf den Boden, was Nagetiere nicht so stark anzieht.
Wer die heruntergefallenen Feigen zügig einsammelt, kann ebenfalls vorbeugen. Auf dem Boden liegende Früchte laden Nagetiere ein, die dann Schlangen ins Haus locken könnten.
Außerdem sollte man darauf achten, dass in der Nähe keine natürlichen Verstecke wie Holzstapel oder Steinhaufen stehen. Diese Plätze bieten Schlangen ideale Rückzugsorte und sollten entweder entfernt oder ordentlich gehalten werden.
Ein Baum, der Freude bringt – mit Herausforderungen
Trotz der kleinen Hürden ist der Feigenbaum in vielen Gärten wegen seiner süßen Früchte und dem angenehmen Schatten sehr geschätzt. Vernachlässigt man ihn jedoch, kann sein Umfeld schnell zu einem idealen Lebensraum für Schlangen werden – besonders auf dem Land oder in Vororten, wo man etwas aufmerksamer sein sollte.
Ein ungepflegter Feigenbaum zieht außerdem andere Tiere an, wie Wespen, Ameisen und Mücken, die die Feuchtigkeit am Boden schätzen. Manche Gärtner setzen dann auf vorbeugende Maßnahmen, zum Beispiel legen sie Kieselsteine rund um den Stamm aus, um die Feuchtigkeit zu regulieren, oder sie spannen Netze auf, damit die Früchte nicht einfach so herunterfallen.
Letztlich liegt es an jedem Einzelnen, dafür zu sorgen, dass Genuss und Sicherheit Hand in Hand gehen – mit ein wenig Aufmerksamkeit kann der Feigenbaum also weiterhin viel Freude bringen, ohne unerwünschte Besucher anzulocken.